Si ce message ne s'affiche pas correctement,
cliquez ici pour afficher dans un navigateur Web.
Logo Berufsbildung ohne Grenzen

Newsletter 07/2018

 

EDITORIAL - Halbzeit 2018

Die erste Hälfte des Jahres ist rum, die Fußball-Weltmeisterschaft liegt - für uns ja leider wenig erfolgreich - hinter uns und viele sind im wohlverdienten Urlaub oder stehen kurz davor. Wir nutzen die angehende Sommerpause um ein Halbzeitresümee im Programmjahr 2018 zu ziehen:

In der ersten Jahreshälfte stand für uns vor allem die deutsch-französische Freundschaft im Fokus. Das Netzwerk von „Berufsbildung ohne Grenzen“ zeigte sowohl beim 55. Jahrestag des Élysée-Vertrages im Januar in Berlin als auch beim deutsch-französischen Berufsbildungstag im Mai in Paris Präsenz. Zudem hatten wir im April wieder ein spannendes Netzwerktreffen mit tollen externen Gästen im Großstadtdschungel des Hotels „Bikini“-Berlin.

Auch politisch sind die wichtigsten Weichen für unser Thema „Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung“ gestellt. Die neue Bundesregierung ist - seit März nun offiziell im Amt - bekennt sich mitunter im Koalitionsvertrag dazu, die internationale Mobilität von Auszubildenden der beruflichen Bildung ausbauen und besser fördern (S. 29/1293). Das BMWi hat kürzlich eine neue Richtlinie zur Verlängerung des Programms über 2018 hinaus erlassen. Wir sind sehr gespannt wie es mit der Mobilitätsberatung in Zukunft weiter geht und erwarten dazu in Kürze erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus der aktuellen Evaluierung durch das fbb-Institut.

Gefeiert haben wir außerdem mit dem Europass, der im März zum 250.000sten Mal beantragt wurde. Eine tolle Erfolgsgeschichte, an der wir gerne teilhaben!

Was liegt noch vor uns?

Weiterbildungen für die Mobilitätsberater/innen mit Start im September, erste BoG-Preisverleihung im Oktober, Zweites Netzwerktreffen in Augsburg im November, die Projektverlängerung …von den vielen Etappen der Mobilitätsberatung vor Ort in den Regionen – wie Infoveranstaltungen, Workshops, Seminare, Unterrichtsbesuche, Gruppen- und Ausbilderreisen etc. – ganz zu schweigen.Langweilig wird uns sicherlich nicht!

Nun wünschen wir aber viel Freude mit dem aktuellen Newsletter, der neben Neuigkeiten aus der Koordinierungsstelle wieder viele spannende Geschichten aus der Mobipraxis bereithält.
Viel Spaß beim Stöbern!

Die BoG-Koordinierungsstelle

PS: Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass wir im Zuge der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung auch unsere Datenschutzerklärung angepasst haben, die ab sofort hier zu finden ist!

Neues aus der Koordinierungsstelle

Neues Gesicht in der Koordinierungsstelle: Holger Trost von der ZWH

Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich als neuen Ansprechpartner für das Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ in der Koordinierungsstelle Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e.V. vorzustellen. Seit März habe ich die Nachfolge von Verena Baptista übernommen und freue mich schon sehr auf meine neuen Aufgaben sowie unsere zukünftige Zusammenarbeit.

Kurz ein paar Sätze zu mir: Seit Beginn des Jahres 2000 arbeite ich für die ZWH in Düsseldorf.  Hier war ich bis heute in verschiedensten Projekte rund um das Thema Handwerk tätig. Als Teamleiter Veranstaltungsmanagement stellte die Koordination und Organisation von Kongressen und Veranstaltungen aller Größenordnungen speziell im Umfeld des Netzwerkes „IQ-Integration durch Qualifizierung“ einen weiteren Teil meiner bisherigen Arbeit dar. Meine ursprünglichen Wurzeln liegen im Verlagswesen, vor meiner Zeit bei der ZWH war ich im Vertrieb einer großen Tageszeitung in Düsseldorf tätig.

Die neue Aufgabe im Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ übernehme ich mit großem Respekt vor der von Ihnen in den letzten Jahren bereits geleisteten Arbeit. Ich freue mich sehr, zukünftig ein Teil dieses Projektes zu werden und Sie demnächst auch einmal persönlich kennen zu lernen.

BoG-Netzwerktreffen am 9./10. April 2018 in Berlin

Am 9. & 10. April fand im trendigen Hotel „Bikini“-Berlin das erste diesjährige Netzwerktreffen der Mobilitätsberater/innen statt. Mit über 60 Teilnehmer/innen - darunter auch externe Gäste und Kooperationspartner - diskutieren wir über Themen wie die Meldepflicht in Frankreich, die Verlängerung des Programms, Ausbilderreisen, neue Förderprogramme und Projekte mit der EZ sowie gemeinsame Aktivitäten zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Mit vielen guten Eindrücken und versorgt mit den aktuellsten Informationen ging es auf den Heimweg. Das nächste Netzwerktreffen findet am 15. & 16. November 2018 im Rahmen der ZWH-Bildungskonferenz in Augsburg statt.

Facebook-Fotowettbewerb zur Europawoche im Mai 2018

Anlässlich der diesjährigen Europawoche vom 2. bis 15. Mai hat BoG erstmalig einen facebook-Fotowettbewerb gestartet. Unter dem Titel „Du kannst…als Azubi Europa entdecken“ waren Auszubildende und junge Fachkräfte dazu aufgerufen, das beste Foto von ihrem Praktikum im europäischen Ausland einzusenden. Bedingung war, dass auf dem Foto mindestens eines der BoG-Werbemittel sichtbar ist. Die drei schönsten Einsendungen wurden von unserer Jury ausgewählt und erhielten tolle Preise. Ziel des Wettbewerbs war es, das Thema Mobilität weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die Bekanntheit unseres Programms zu steigern. Während der Europawoche wurden die besten eingegangenen Fotos dann auf der BoG-facebook-Seite veröffentlicht. Infos hier: Klick!

Preisverleihung im Oktober 2018 in Berlin – SAVE THE DATE

Zum ersten Mal hat das Bundesprogramm „Berufsbildung ohne Grenzen“ einen eigenen Unternehmenspreis ausgeschrieben. Geehrt werden Betriebe, die sich beim Thema Auslandspraktika in der Ausbildung verdient gemacht haben. Mit Bewerbungsschluss Anfang Februar 2018 sind über 62 Bewerbungen von Betrieben eingegangen. So viel positive Resonanz freut uns sehr. Mittlerweile stehen auch die vier Finalisten fest. Verraten wird hierzu aber nichts. Wen es interessiert: Am 17. Oktober werden die Sieger persönlich von Herrn Altmaier und den Präsidenten von DIHK und ZDH im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgezeichnet. Also SAVE-THE-DATE!


Neues von unseren Netzwerkpartnern

Als Schreinerin im Land der Kiwis und Werkstatt-Vögel - JOURNEYMAN

 „Journeyman“ zählt seit Kurzem zu den 100 innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten diesen Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus. Eine unabhängige Jury wählte „Journeyman“ unter knapp 1.500 Bewerbungen aus. „Journeyman“ vermittelt Handwerkern Kurzzeit-Arbeitsmöglichkeiten in Australien, Neuseeland, Kanada und den USA. Weiterhin hilft es bei der Visa-Beantragung und der Reiseorganisation. Ein Beispiel: Seit Anfang Januar lebt und arbeitet Eva als Schreinerin in Auckland. Schon nach wenigen Wochen in Neuseeland hat sie im Gespräch mit Journeyman einiges zu erzählen! Mehr hier: https://journeyman.io/de/blog/eva-in-neuseeland/

Azubis in die USA - Joachim Hertz Stiftung

Auslandserfahrungen sammeln und das Arbeiten im eigenen Beruf in den USA kennenlernen – auch die Joachim Herz Stiftung unterstützt bei Auslandsaufenthalten in die USA. Bisher können sich allerdings nur Auszubildende aus Bayern und Hamburg auf die Plätze bewerben. Künftig sollen aber weitere Bundesländer dazu kommen. Alles Infos finden Sie ab Juni unter www.joachim-herz-stiftung.de/azusa.


Neues aus der Mobi-Praxis

IHK Koblenz: Mafunzo – Ausbildung auf Kenianisch

Nachdem es die unsere Koordinierungsstelle im vergangenen Jahr vorgemacht hat, wagen auch wir den Schritt über die Europäischen Landesgrenzen hinaus auf den Schwarzen Kontinent. Gemeinsam mit dem ASA-Programm und der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia (AHK Kenia) bietet die Industrie- und Handelskammer Koblenz einen Auslandsaufenthalt in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, an. Das Projekt-praktikum “Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung in Kenia“ ermöglicht Auszubildenden und jungen Fachkräften, Lern- und Arbeitserfahrungen in Kenia zu sammeln. Bewerben konnten sich auch in diesem Jahr wieder junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren, die in der Ausbildung sind oder diese bereits abgeschlossen haben. Besonders angesprochen wurden die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe mit Bezug zu den Themen Solar, Energie, Klima und Ähnlichem. 

Warum Mafunzo? Mafunzo bedeutet Ausbildung auf Swahili, der Landessprache Kenias. Aber keine Angst – Englischkenntnisse sind ausreichend.
Weitere Infos - und in Kürze bestimmt auch den Erfahrungsbericht - gibt es hier

Aufenthalt gefördert durch: ASA-Programm mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

HWK zu Köln: Von Köln über Nepal nach Norwegen

Den jungen Tischler Philipp Sauren zog es direkt nach seiner erfolgreich abgelegten Gesellenprüfung in die Welt. Mit Unterstützung der Mobilitätsberaterin Ulla Becker-Piepjohn reiste er zunächst mit „Grünhelme e.V.“ im Rahmen eines Freiwilligendienstes für drei Monate in das Bergdorf Pauwa in Nepal, um dort nach der Erdbebenkatastrophe von 2015 gemeinsam mit anderen jungen Handwerkern aus verschiedenen Ländern Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Dort nutzte er die Chance, sein in der Ausbildung erworbenes Fachwissen weiterzugeben und seinen eigenen Erfahrungsschatz und Wissensstand immens zu erweitern.

Kaum aus Nepal zurückgekehrt liefen schon die Vorbereitungen für sein nächstes - von Erasmus + gefördertes - 6-monatiges Auslandspraktikum bei einem Möbeltischler in Norwegen. Das Leben und Arbeiten in Norwegen haben ihm so gut gefallen, dass er seine Zelte dort nicht abbrach. Seit August 2017 arbeitet er in seinem Gastbetrieb begeistert mit und unterstützt mittlerweile deutsche Auszubildende und junge Fachkräfte, die dort ein Auslandspraktikum absolvieren.

Willkommenszeremonie in Pauwa

Foto: HWK zu Köln; Gefördert durch: Arbeiten und Lernen, Berlin im Rahmen von Erasmus+
 

HWK Dresden: Bäcker und Konditoren in Paris

Vom 21.01.-10.02.2018 lernten acht angehende Bäcker und Konditoren drei Wochen lang die Herstellung französischer Baguettes, Croissants und feinster Patisserie. Die erste Woche des Aufenthaltes fand im Bildungszentrum IMA Meaux statt. Je ein französischer und ein deutscher Azubi bildeten ein Tandem und stellten französische Törtchen und Gebäcke nach Rezeptanleitung her. Höhepunkt war die Herstellung einer Etagere aus Zucker, worauf die zubereiteten Tartelettes und Gebäcke präsentiert wurden (siehe Foto). In der zweiten und dritten Woche absolvierten die Lehrlinge ihr Praktikum in französischen Bäckereien und Konditoreien. Die Azubis konnten viele renommierte Konditoreien in Paris besuchen, besichtigten eine Mühle, in der spezielles Mehl für das typisch französische Baguette hergestellt wird, und natürlich durfte der Besuch des Eiffelturms, des Schloss Versailles und des Louvre nicht fehlen.

Praktischer Unterricht im IMA Meaux

Foto: HWK Dresden; Aufenthalt gefördert durch: DFS Deutsch-Französisches Sekretariat (seit dem 1. Juni2018 ProTandem)

HWK Ostthüringen: Gute Erfolge mit ERASMUS+ Partnerschaftsprojekten

Im Rahmen des Erasmus+ Partnerschaftsprojektes „Interculture competence in VET for wood, metal and vehicle industry“ fand kürzlich das dritte Partnermeeting der Teilnehmer aus Schweden, Österreich, den Niederlanden und Deutschland in Graz statt. Das EU-Projekt hat das Ziel, Handreichungen für Personal in der praktischen Ausbildung mit Flüchtlingen und Migranten zu erstellen und zu erproben. Während des dritten Arbeitstreffens wurden Kriterien für die Erarbeitung des Handbuches für Bildungspersonal, auf Grundlage von definierten Lernzielen und gestützt auf basisrelevanten Umfragen, diskutiert. Das vierte Arbeitspaket beinhaltet die Fertigstellung des Handbuches. Das Projekt 2016-1-SE01-KA202-022082 wird aus Mitteln der Europäischen Kommission bezuschusst.

Das zweite ERASMUS+ Partnerschaftsprojekt, mit Partnern aus Schottland und Schweden, ist auf die Erarbeitung eines Handbuches für Ausbildungspersonal in den Betrieben der Kfz-Branche sowie um die Erstellung eines thematisch ergänzenden E-Learning Tools fokussiert.

Projektteam Arbeitstreffen in Graz

Foto: HWK für Ostthüringen; Aufenthalt gefördert durch: Erasmus+ (Leitaktion 2)

HWK Braunschweig-Lüneburg-Stade: Europass-Verleihung am 17.11.2017 in Lüneburg

73 Auszubildende, 5 Gesellen und 38 Ausbilder absolvierten mithilfe der Mobilitätsberatung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade in 2017 ein Praktikum bzw. ein Jobshadowing in Italien, Norwegen, Frankreich und den Niederlanden. Jetzt freuten sie sich über ihren „Europass Mobilität“, den sie vom Kammerpräsidenten Detlef Bade erhielten. Den 140 Gästen, dabei waren natürlich auch Vertreter der Ausbildungsbetriebe, berichteten sie auf der großen Bühne über ihre Erfahrungen. Ein Gast fasste das Event wie folgt zusammen: „Das war eine sehr schöne Veranstaltung. Die Berichte der jungen Leute haben mir richtig gut gefallen. Dieser Jugend kann man die Zukunft anvertrauen.“ Ein schönes Kompliment, finden wir.

Dieser Jugend kann man die Zukunft anvertrauen

Foto: HWK Braunschweig-Lüneburg-Stade; Aufenthalt gefördert durch: ERASMUS+

IHK Siegen: Auslandspraktikum mit Erasmus+ und dem IHK Siegen Projekt WINGs

Die Kombination von "Daumen hoch" und Großbritannien ist in Zeiten des Brexit selten. Anders bei den 16 Auszubildenden aus Südwestfalen, die im Frühjahr mit dem Projekt WINGs der IHK Siegen nach Portsmouth in Südengland starten. WINGs steht für „Work Experience in Great Britain”: Vier Wochen lang leben und arbeiten die kaufmännischen und technisch-gewerblichen Auszubildenden aus dem Kammerbezirk in Portsmouth, lernen den englischen Arbeitsalltag ebenso kennen wie das tägliche Leben in ihren Gastfamilien, erweitern ihre Fachkenntnisse ebenso wie ihre interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen und sichern sich so einen Wettbewerbsvorteil für ihren weiteren Berufsweg auf dem globalisierten Markt.

Das Foto zeigt die zehn Teilnehmer, die am 25. März - nach gründlicher Vorbereitung in Einzelbetreuung und Gruppenseminaren durch die Leiterin der Servicestelle Mobilität der IHK Siegen, Dr. Christine Tretow - unter dem Schutz "of Her Royal Majesty Queen Elisabeth II" ins Abenteuer "Leben und Arbeiten in Großbritannien" starten: ob in regionalen Einzelhandels-, Industrie- und Zuliefererunternehmen, in Werbeagenturen, Maklerbüros oder staatlichen Behörden, Bibliotheken und sozialen Einrichtungen. Mal in einer anderen Branche als der Ihres Ausbildungsbetriebes zu arbeiten, macht neben dem Abenteuer

Auslandsaufenthalt den besonderen Reiz für die Teilnehmer aus und lässt sie ihre Daumen einmal mehr in die Höhe recken.

Und auch, dass am Ende des Auslandspraktikums für die angehenden Fachkräfte nicht nur ein großer Erfahrungsschatz, neue Kontakte und Freundschaften sowie eine enorme Persönlichkeitsentwicklung stehen, sondern auch die Verleihung des Europasses Mobilität, in dem die erworbenen beruflichen, organisatorischen, sozialen sowie Sprach- und IT-Kenntnisse zertifiziert werden. Der Europass Mobilität ist eine europaweit anerkannte Auslandsqualifikation in der beruflichen Bildung, er geht weit über die Ausführungen eines Zeugnisses hinaus und ist inzwischen bei Personalentscheidern eine feste Größe ihrer Auswahlkriterien.

 

 

"Daumen hoch" heißt es am Ende deswegen eben für alle Beteiligten, für die Auszubildenden ebenso wie für ihre ausbildenden Unternehmen.

Foto: IHK Siegen; Aufenthalt gefördert durch: Erasmus + WINGs IHK Siegen

Handwerkskammer Münster: 15 Jahre Lehrlingsaustausch Münster – Eine Erfolgsgeschichte

Zum 15. Mal tauschen derzeit die Borgund vidaregåande skole (BVGS) in Ålesund/Norwegen und die Handwerkskammer Münster HandwerkerInnen für dreiwöchige Betriebspraktika aus. Seit 2004 reisten in diesem jährlich stattfindenden Projekt fast 300 Auszubildende und Begleitpersonen nach Alesund, etwas weniger kamen aus Alesund nach Münster. „Eine intensive Partnerschaft über einen so langen Zeitraum ist ein Grund zum Feiern“, sind sich die Partner einig. Und so kamen jetzt ehemalige und aktuelle Teilnehmer, Begleitpersonen, Betriebsinhaber und eigens angereiste VertreterInnen der BVGS Alesund zu einem geselligen Abend in Münster zusammen.

Aber nicht nur der Lehrlingsaustausch verbindet die Partner. Die BVGS wirkte bald auch in Leonardo–da-Vinci Innovationstransferprojekten der Handwerkskammer Münster mit. „Dies war für uns der Einstieg in ein multinationales Netzwerk“, betonte Jessie Strand Fagervoll, die Leiterin der norwegischen Schule, die seither auch Mobilitätsprojekte mit weiteren Ländern durchführt.

Von rechts nach links: Jessie Strand Fagervoll (BVGS); Besart Kalenica, (Austauschteilnehmer); Rolf Stavset (BVGS), Knut Heine (HWK), Lars Christian Hatle (Austauschteilnehmer); Anita Urfell (HWK)
Foto: HWK Münster; Aufenthalt gefördert durch: Erasmus+
 

IHK Potsdam: Praktikum am Mittelmeer

Fünf Azubis aus verschiedenen Berufen verlegten im Januar 2018 für einen Monat Ihren Ausbildungsplatz von Potsdam im kalten Deutschland nach Malta im Mittelmeer. Auslandpraktika werden mehr und mehr von Betrieben angeboten.

Auch für das Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH in Potsdam ist das nicht die erste Gruppe an Auszubildenden, die über die IHK ins Ausland fährt.

In 2016 fuhr eine Gruppe nach Italien über das eigene Projekt BBW und eine weitere über die IHK nach Malta. Dieses Mal sind Auszubildende der Fachrichtungen Fachpraktiker für Bürokommunikation, Kaufmann im Gesundheitswesen, Kauffrau für Touristik und Freizeit und Ernährung/Hauswirtschaft nach Malta geflogen. Die Gruppe kommt in einem der neuen Apartments in Rabat unter und lebt sich dort schnell ein. Tagsüber gehen die Auszubildenden in verschieden Firmen zum Praktikum, nachmittags unternimmt man etwas gemeinsam, erkundet Malta, kocht abends zusammen und versucht ständig, sein Englisch aktiv einzusetzen.

Ein Auslandspraktikum wie jedes andere? Nicht ganz. Das Besondere bei diesen Gruppen sind die Azubis, die aufgrund ihrer körperlich und/oder psychischen Einschränkungen, besonderen Förderbedarf beanspruchen.

Frau Beyer, die Praktikumskoordinatorin des Oberlinberufsbildungswerkes, fährt als Betreuerin mit und unterstützt sie in allen Belangen.

Die Praktikumsbetriebe in Malta wurden vorab informiert und gut vorbereitet. Sie haben sich auf die Auszubildenden eingestellt und sind mit allen sehr zufrieden. Aber auch die Auszubildenden selbst fühlen sich sehr wohl in den Firmen und kommen gut klar. Auch die Sprachbarriere wird gut gemeistert.

Das Fazit der Gruppe: „Es ist alles so toll hier – Danke, dass wir die Möglichkeit des Auslandspraktikums haben“.

Die 5 Azubis Roman, Merve, Jonas, Silja und Konstantin in Mdina (Januar 2018) auf Entdeckertour.

Foto: IHK Potsdam; Aufenthalt gefördert durch: Erasmus +, (AzubiMobil)
 

HWK Düsseldorf: Franzosen zu Gast in Düsseldorf

Bienvenue à Düsseldorf! Im November 2017 durften wir wieder unsere Freunde aus La Rochelle im Bezirk der Handwerkskammer Düsseldorf begrüßen. Neun Tischler-Azubis der französischen Gesellenvereinigung „Compagnons du Devoir“ konnten während einer Einführungswoche u. a. in den Werkräumen des Berufskolleg Viersen erste Erfahrungen mit dem deutschen Tischlerhandwerk sammeln. Anschließend wurde ihnen ein fachbezogenes Kulturprogramm geboten: im Museum für angewandte Kunst in Köln (MAKK) bestaunten die Azubis Holzmöbel aus vergangenen Jahrhunderten, beim Beschlägehersteller Häfele hingegen wurde es ganz modern. Während der letzten beiden Wochen absolvierten die Franzosen ihre zweiwöchigen Betriebspraktika in den Ausbildungsbetrieben ihrer deutschen Austauschpartner und durften ihr Können unter Beweis stellen. Im März 2018 startet der ebenfalls dreiwöchige Gegenbesuch der deutschen Tischler-Azubis in der französischen Atlantikküstenstadt La Rochelle. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen!

Während der Einführungswoche konnten die französischen Azubis auch praktisch arbeiten: Am Berufskolleg Viersen fertigten sie u. a. ein Quadro-Spiel an – eine ideale Möglichkeit, um die in Frankreich weniger üblichen Furnierarbeiten zu üben.

Foto: Meyer; Aufenthalt gefördert durch: Deutsch-Französisches Sekretariat (DFS – SFA) (seit dem 1. Juni2018 ProTandem)

Vielen Dank für´s Lesen und bis zum nächsten Mal!

 

Impressum   |   Newsletter abbestellen