Julia Parpart - unterwegs im deutschsprachigen Ausland

Julia hat ein vierwöchiges Praktikum in Wien absolviert

Mein Zimmer ist zwar einfach eingerichtet (Bett, Tisch, Stuhl, Schrank, Lampe), reicht aber vollkommen aus. Das Bad ist recht groß und die Küche auch vollkommen zweckmäßig ausgestattet. Sehr gutes W-LAN ist vorhanden. Nach einer kurzen Ausruhphase wird mir die Umgebung gezeigt. Der dritte Bezirk ist wirklich sehr zentral gelegen. Ich bin begeistert.
Da es sehr heiß ist beschließe ich ins Freibad ``Bundesbad Alte Donau‘‘ zu fahren. Hier kommt man am besten mit der U1 hin. Einfach bis zum Stephansplatz mit der U3 fahren und dann umsteigen. Mit der U1 kann man zu sehr vielen Sehenswürdigkeiten fahren: z.B. zum Stephansdom, zur Hofburg, zur Donau, zum Europa-Viertel und natürlich zum Prater mit dem Wiener Riesenrad. Der Nahverkehr in Wien ist wirklich gut ausgebaut.

Hallo! Mein Name ist Julia Parpart, ich bin 20 Jahre alt, mache eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung Wittenberge, bin seit dem 01.08.2016 im 3. Lehrjahr und war vom 10.07.-05.08.16 in Wien (Österreich).
Um 7.02 Uhr an einem Sonntagmorgen läuft mein Zug am Wiener Hauptbahnhof ein. Das Abenteuer Auslandspraktikum beginnt –es gibt kein Zurück mehr! Mit der U1 fahre ich zum Stephansplatz, wo ich in die U3 umsteige. Es ist zwar Sonntag, aber es ist sehr viel los. Die Menschen, die Atmosphäre ich bin sofort begeistert. Am Kardinal-Nagl-Platz steige ich aus und laufe ca. 150 Meter bis zu meiner Unterkunft (4-Zimmer-Apartment mit Küche, zwei Bädern und einem kleinen Abstellraum). Hier werde ich von einer freundlichen IFA-Mitarbeiterin empfangen, die während meines ganzen Aufenthaltes für mich Ansprechpartner ist.

Am Montag werde ich dann von meiner Ansprechpartnerin zu meinem Praktikumsbetrieb gebracht. Ich werde nun vier Wochen im Lehrlingsmanagement bei der Stadt Wien tätig sein. Das Gebäude befindet sich in der Bartensteingasse 7 direkt neben dem Rathaus. Zentraler geht es nicht. Mit der U3 fahre ich zum Volkstheater und laufe von da an ca. 5 Minuten, immer vorbei am Parlament, zu meiner Arbeitsstätte. Eine Führung durch das Parlament und durch das Rathaus lohnt sich. Meine Kollegen hier in Wien haben mich sehr herzlich empfangen und ich fühlte mich sofort wohl. Das Team des Lehrlingsmanagements bestand aus 6 MitarbeiterInnen und 2 Lehrlingen (ebenfalls mein Lehrjahr). Zu meinen Hauptaufgaben gehörten die Bearbeitung der Lehrlingspersonalakten, Vorbereitung und Mithilfe bei den Neuaufnahmen und Telefonservice. Das Team ist wirklich sehr nett und stand mir bei Fragen zur Verfügung. Mit den beiden Azubis tausche ich mich auch über die Ausbildungsunterschiede zwischen Deutschland und Österreich aus. Schon interessant was der Eine vom Anderen lernt und Neues erfährt.

Neben der Arbeit habe ich viel Kulturelles unternommen wie der Besuch des Schlosses Schönbrunn, die Show in der Spanischen Hofreitschule oder einfach nur das Entspannen beim Filmfestival am Rathausplatz. Kulinarisch kommt man in Wien ebenfalls voll auf seine Kosten und für jeden Geschmack ist etwas dabei: ob etwas Deftiges (Wiener Schnitzel) oder Süßes (Sachertorte) – es schmeckt alles sehr lecker.
Ich habe nun erfahren wie es ist in einer großen Verwaltung zu arbeiten (65.000 Mitarbeiter für rund 1,8 Mio. Einwohner). Ein deutlicher Unterschied zu meiner Verwaltung (rund 150 Mitarbeiter für 17.000 Einwohner). Auch habe ich neue Kenntnisse im Bereich der Kommunikation erworben. Für mich persönlich habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass es schön ist, andere Nationalitäten und Kulturen kennenzulernen, da in meinem Apartment eine Familie aus Taiwan war, die hier Urlaub gemacht hat. Da muss man trotz der deutschen (österreichischen) Sprache seine Englischkenntnisse anwenden und kann die gleich mit verbessern.
In mein “altes“ Leben hier in Deutschland nehme ich nur schöne Dinge mit, denn Schlechtes habe ich nicht erlebt. Aber eins bleibt vor allem: die Erinnerung an tolle Kollegen in Wien, mit denen man sehr gut zusammengearbeitet hat.

 
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