Berufliche Auslandsaufenthalte

Sie möchten bei Ihren Auszubildenden punkten, ihnen etwas "Neues" bieten oder sie bei ihrer Entwicklung unterstützen?

Ob im kaufmännischen, gewerblich-technischen oder handwerklichen Beruf, jedes Unternehmen kann seine Auszubildenden ins Ausland entsenden. Dafür müssen Sie keine eigene Niederlassung oder ein Partnerunternehmen im Ausland haben. Wir unterstützen alle Unternehmen und Auszubildenden bei der Planung, Organisation und Durchführung von Auslandsaufenthalten und vermitteln alle Kontakte, die für einen reibungslosen Ablauf notwendig sind.

Auch wenn Sie als Ausbilder Ihre Erfahrungen und Kenntnisse durch einen Auslandsaufenthalt vertiefen, Kollegen oder Partner vor Ort unterstützen oder sich mit anderen Lehrpersonen austauschen möchten, unterstützen wir Sie hierbei ebenfalls.

Auslandspraktika – ein Gewinn für alle!

Für Sie als Unternehmen, denn durch ein Auslandspraktikum

  • gewinnen Sie besonders qualifizierte Mitarbeiter/innen mit Fremdsprachenkenntnissen, internationalen Erfahrungen und
  • interkultureller Kompetenz,
  • steigern Ihre Attraktivität als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber,
  • fördern durch Auslandspraktika das Engagement und die Selbstständigkeit Ihrer Nachwuchsfachkräfte,
  • lernen neue Arbeitstechniken kennen und profitieren von Kontakten ins Ausland.

Was ist wichtig? – Ein erster Überblick

Sie spielen mit dem Gedanken Ihren Auszubildenden oder Ihre Fachkraft für ein Praktikum ins Ausland zu schicken? Gern unterstützen wir Sie persönlich und kostenfrei bei der Planung und Organisation Ihrer beruflichen Weiterbildung. Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner vor Ort. Folgende Informationen sind vorab hilfreich:

Nach dem Berufsbildungsgesetz kann jeder Auszubildender einen Teil der Ausbildung im Ausland verbringen. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung vom Betrieb und von der Berufsschule. Den Zeitpunkt können Sie als Unternehmen in Absprache mit dem Auszubildenden selbst festlegen, so dass dieser bestmöglich in den Ablauf der Ausbildung, den Rahmenplan, die Prüfungstermine und auch Ihre betrieblichen Abläufe integriert werden kann. Empfehlenswert ist der Aufenthalt nach der Zwischenprüfung bis zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung.

Auslandspraktika sind grundsätzlich in jedem Land der Welt möglich, auch im deutschsprachigen Ausland (Österreich, Liechtenstein etc.). Über das Bildungsprogramm Erasmus+ erhalten Auszubildende für fast alle Länder in Europa eine finanzielle Förderung. Vereinzelt gibt es auch Stipendien und andere Fördermöglichkeiten für Staaten außerhalb der EU.

Ihnen als Ausbildungsbetrieb entstehen keine zusätzlichen Kosten. Da der Ausbildungsvertrag während eines Auslandsaufenthaltes unberührt bleibt, muss lediglich die Ausbildungsvergütung weiterhin gezahlt werden. Zur Zahlung von Reise- oder Unterbringungskosten besteht keine Verpflichtung, diese können über eine Vielzahl von Förderprogrammen meist vollständig abgedeckt werden.

Die Mobilitätsberater dieses Netzwerks unterstützen Ihre Auszubildenden bei der Suche nach einem geeigneten Förderprogramm.

Für die Zeit des Auslandsaufenthalts müssen sich Auszubildende von der Berufsschule freistellen lassen. Vor allem bei Auszubildenden, die in Teilzeit beschult werden, ist die Freistellung – sofern ein Aufenthalt außerhalb der Schulferien absolviert wird – unumgänglich. Für Auszubildende, die im Blockunterricht beschult werden, bieten sich Zeiträume für einen Aufenthalt im Ausland an, die außerhalb des Schulblocks liegen.

Eine Vorlage für die Einverständniserklärung finden Sie hier.

Im Ausland müssen die Auszubildenden keine vergleichbare Berufsschule besuchen, sind aber dazu verpflichtet, den versäumten Lernstoff selbstständig nachzuarbeiten.

Auch während des Auslandsaufenthalts müssen die Auszubildenden das Berichtsheft weiterführen und dieses vom Ausbilder später überprüfen lassen. Um die im Ausland erworbenen Sprach- und interkulturellen Kompetenzen zu dokumentieren, sollte der Europass verwendet werden.

In der Regel besteht der Schutz der deutschen Kranken- und Sozialversicherungen im europäischen Ausland weiter. Dies müssen Auszubildende und Unternehmen mit dem Formular A 1 von der Krankenkasse bestätigen lassen. Das hierfür notwendige Formular ist hier bzw. bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland erhältlich.

Für den außereuropäischen Raum muss, sofern kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und dem Zielland existiert, eine zusätzliche Krankenversicherung abgeschlossen werden. Das ist oftmals gegen einen geringen Aufpreis über die eigene Krankenkasse möglich. Ihre Auszubildenden sollten sich unbedingt frühzeitig bei ihrem Versicherungsträger informieren.

Empfehlenswert ist außerdem der Abschluss einer Zusatzversicherung, wie z. B. ein Auslandskrankenrücktransport.

Die Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz deckt die Schäden ab, die der Auszubildende am Arbeitsplatz verursacht. Der Auszubildende, die entsendende Einrichtung oder die aufnehmende Einrichtung stellen die Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz sicher. Die entsendende Einrichtung ist verpflichtet zu überprüfen, dass eine Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz besteht. Eine zusätzliche private Haftpflichtversicherung für die Auszubildenden ist empfehlenswert, jedoch nicht verpflichtend.

Je nach Art des Auslandsaufenthalts besteht der Unfallversicherungsschutz über den Ausbildungsbetrieb, den Arbeitgeber oder die Berufsschule. Entscheidend ist, dass entweder der Ausbildungsbetrieb bzw. der Arbeitgeber dem Auslandsaufenthalt zugestimmt hat oder der organisatorische Verantwortungsbereich der Berufsschule gegeben ist. Die entsendende Einrichtung überprüft und stellt sicher, dass ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht.

Erläuternde Informationen finden Sie hier.

Eine zusätzliche private Unfallversicherung ist ebenfalls ratsam aber nicht verpflichtend.

Über bestehende Mitgliedschaften bei z. B. ADAC, DJH, Kreditkarten u. a. kann man oft günstigere Versicherungen abschließen. Bitten Sie Ihre Auszubildenden, ihre Versicherungen zu überprüfen und lassen Sie sich den Versicherungsschutz gegebenenfalls bestätigen.

Es existiert eine Reihe von preisgünstigen Kombi-Angeboten verschiedener Versicherungen, die Praktikumsaufenthalte im Ausland absichern. Diese enthalten eine Auslandskranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung und können monats- oder tageweise abgeschlossen werden.

Der Versicherungsschutz des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) bietet den Teilnehmenden der EU-geförderten Mobilitätsprojekte (Erasmus+) ein Gesamtpaket von Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Der Haftpflichtschutz gilt auch für den betrieblichen Bereich während des Praktikums.


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